WENN STAMMDATEN ZUM PROJEKTRISIKO WERDEN.
Im alten System funktionierte vieles noch irgendwie. Fehlende Angaben wurden ergänzt, falsche Daten manuell korrigiert und unterschiedliche Auswertungen erklärt. Mit der Einführung eines neuen ERP-Systems werden diese Schwächen sichtbar. Plötzlich stimmen Bestände nicht überein, Prozesse geraten ins Stocken oder Auswertungen liefern widersprüchliche Ergebnisse.
Was lange als kleines Datenproblem galt, kann zum Risiko für das gesamte ERP-Projekt werden.
DAS PROBLEM BEGINNT NICHT IM SYSTEM.
Stammdatenmanagement ist mehr als die Bereinigung von Datensätzen. Entscheidend ist, wie Daten im Unternehmen entstehen, gepflegt und genutzt werden.
Wer legt fest, welche Angaben verbindlich sind? Wer ist für die Qualität verantwortlich? Und was geschieht, wenn Einkauf, Verkauf und Produktion unterschiedliche Vorstellungen davon haben, was ein vollständiger Artikelstamm ist?
Solange diese Fragen ungeklärt bleiben, wird auch ein neues ERP-System keine verlässliche Datenbasis schaffen.
DATENQUALITÄT BRAUCHT VERANTWORTUNG.
Ein erfolgreiches Stammdatenmanagement setzt klare Zuständigkeiten, gemeinsame Definitionen und verbindliche Regeln voraus. Gerade vor einer ERP-Einführung lohnt es sich deshalb, die bestehenden Daten und ihre Entstehungsprozesse kritisch zu hinterfragen.
Nicht jede Abweichung muss technisch gelöst werden. Oft braucht es zuerst eine Entscheidung darüber, wie künftig gearbeitet werden soll.
GUTE DATEN SIND EINE GRUNDLAGE FÜR GUTE ENTSCHEIDUNGEN.
Für die Geschäftsleitung ist Datenqualität weit mehr als ein IT-Thema. Sie beeinflusst die Verlässlichkeit von Kennzahlen, die Planung von Ressourcen und die Steuerung des Unternehmens.
Wer Stammdatenmanagement frühzeitig als Führungsaufgabe versteht, schafft bessere Voraussetzungen für eine erfolgreiche ERP-Einführung. Und für Entscheidungen, die auch nach dem Go-live auf einer verlässlichen Grundlage stehen.